Krebsvorsorge

Dickdarm

Der Dickdarm ist etwa 1,5 Meter lang. Der kräftige Muskelschlauch knetet und transportiert die Nahrung. Er enthält rund 100 Millionen Nervenzellen, die seine Bewegungen steuern. Die Oberfläche der Darmschleimhaut beträgt rund 400 Quadratmeter - größer als ein Tennisplatz. Im etwa vier Meter langen Dünndarm wird die Nahrung verdaut, im Dickdarm wird Wasser und Salz entzogen.

Dickdarmkrebs

Im Jahr 1998 sind 29927 Frauen und 27081 Männer in Deutschland an Dickdarmkrebs erkrankt. Bei Frauen rangiert der Tumor (nach Brustkrebs) an zweiter Stelle, bei Männern (nach Prostata- und Lungenkrebs) an dritter Stelle. Im Jahr 2000 sind 14951 Frauen und 13346 Männer daran gestorben. Das durchschnittliche "Sterbealter" lag bei 76 bzw. 71 Jahren und damit nur wenig unter dem mittleren Sterbealter der Gesamtbevölkerung.

Darmkrebsvorsorge

Seit Oktober 2002 zahlen die Kassen für al-le Menschen ab 55 Jahren eine Darmspiegelung. Bei Beschwerden oder familiärer Belastung wird die Untersuchung auch vorher erstattet. Die Darmspiegelung ist relativ sicher. Die Patienten bekommen vorher zumeist ein Beruhigungsmittel und spüren nichts von der rund halbstündigen Untersuchung. In der Hand eines geübten Arztes beträgt die Häufigkeit der Komplikationen weniger als 1 zu 1000. Die Spiegelung ist in der Krebserkennung genauer als der Test auf "verstecktes" Blut im Stuhl. Dabei werden zwar etliche Darmtumore entdeckt, doch auch fast die Hälfte übersehen.

Felix-Burda Stiftung

Der März 2003 als "Darmkrebsmonat" geht auf eine Initiative der Felix-Burda-Stiftung zurück. Die Stiftung ist nach dem Sohn von Hubert Burda und Christa Maar benannt, der 2001 mit 33 Jahren an Darmkrebs starb. Christa Maar hat sich zum Ziel gesetzt, die Sterblichkeitsrate bei Darmkrebs innerhalb von fünf Jahren zu halbieren. Dazu will die Stiftung Menschen zu Früherken-nungsmaßnahmen wie einer regelmäßigen Darmspiegelung bewegen. Christa Maar hat etliche Prominente dafür gewonnen, beispielsweise Harald Schmidt und Sandra Maischberger.