Selbsthilfe

Bewegung wird ausdrücklich empfohlen. Sie fördert auch die Motorik des Darms und reguliert die Darmtätigkeit. Ausserdem ist sie zur Vermeidung von Übergewicht unbedingt nötig. Die entsprechenden Tipps sind Ihnen sicher bekannt und beinhalten so einfache Tricks, wie das Benutzen von Treppen statt Aufzügen, das Benutzen von Fahrrädern statt Autos und die Bewegung im Garten und an der Luft. Zusätzlicher Sport ist günstig. Dabei ist es nicht wichtig, welchen Sport Sie treiben. In fortgeschrittenen Jahren plagt jedoch auch dieses oder jenes Gelenk oder die Wirbelsäule, dann sollten gelenkschonende Sportarten, wie z.B. Schwimmen betrieben werden.

Ernährung

Bei allen Erkrankungen des Darms ist eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen und Ballaststoffen zu empfehlen. Insbesondere die Ballaststoffe, die in unter anderem Hülsenfrüchten und Getreide zu finden sind, stellen die Stuhlmenge und damit auch die Bewegung des Darms sicher. Nicht nur bei Obstipation, sondern auch bei Divertikeln und beim Reizdarmsyndrom werden diese Stoffe empfohlen. Nicht nur feste Nahrung ist wichtig. Für die geregelte Darmtätigkeit muss auch der Flüssigkeitshaushalt stimmen. Zu empfehlen sind 2 Liter Trinkmenge pro Tag zu empfehlen. Dagegen sollten Patienten mit chronischen Entzündungen auf eine ausreichende Kalorienmenge unter Zusatz von Spurenelementen und Mineralien achten, um nicht in eine Mangelernährung zu fallen. Abführmittel sind dann hilfreich, wenn der Stuhlgang trotz Ballaststoffen zu hart bleibt. Wichtig ist aber auch bei Einnahme von Abführmitteln: Es muss reichlich - mindestens 2 Liter pro Tag - getrunken werden. Sollte sich eine Unverträglichkeit eingestellt haben, ist eine Diät aus Zwieback und Tee zu empfehlen, damit sich der strapazierte Darm wieder erholen kann.

In wissenschaftlichen Studien konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass Patienten, die sich nach den modernen Regeln der Ernährung verhalten, weniger an Darmkrebs erkranken.

Selbstbehandlung mit Medikamenten

 Das Benutzen von Zäpfchen und Salben, die am After lokal angewendet werden, kann bei kurzzeitiger Applikation sinnvoll sein. So kann Juckreiz gestillt (Hämorrhoiden, Ekzem) und Schwellungen können verkleinert werden (Hämorrhoiden).

Dehnungsschmerzen (Analfistel, Hämorrhoiden) können ebenfalls durch lokal wirksame Medikamente vermindert werden. Die lang andauernde Selbstbehandlung ist allerdings immer kritisch zu betrachten. Auch so harmlose Medikamente wie Abführmittel können den Körper sehr schädigen und sollten deshalb auf keinen Fall über lange Zeit ohne ärztliche Kontrolle verwendet werden. Bei den lokal angewendeten Medikamenten muss ebenfalls eine Kontrolle durch den Arzt erfolgen, wenn keine andauernde Wirkung eintritt. Weitere Medikamente gegen spezielle Erkrankungen sind meist rezeptpflichtig und nicht ohne den Arzt zu bekommen. Die freiverkäuflichen Medikamente (z.B. ASS)  sind keineswegs risikolos, so dass auch bei Anwendung dieser Medikamente der Kontakt zum Arzt empfohlen werden muss.

Übergewicht

Übergewicht scheint bei der Entstehung der Erkrankungen an Darm und After keine Rolle zu spielen. Allerdings können die Essgewohnheiten, die ein Übergewicht verursachen, auch eine Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs spielen.  Prinzipiell gilt, dass Übergewicht eine operative Therapie erschwert und die Heilung nach einem Eingriff verlängert.

Selbsthilfegruppen

Inkanet:

Das Inkanet ist ein verständlich formuliertes Informationsnetz für Krebspatienten und deren Angehörige. Neue Therapien und Untersuchungsmethoden werden darin vorgestellt. Dem Darmkrebs ist ein eigener Bereich gewidmet, zu dem eine ausführliche Linksammlung gehört.

Deutsche ILCO:

Die Deutsche Vereinigung der Stomaträger vermittelt Anschriften regionaler Gruppen und spezialisierter Ärzte. Auch Informationsbroschüren sind erhältlich, telefonisch beraten wird unter der Nummer 0 81 61-93 43 01 o. 93 43 02. Ein breites Info-Angebot für Krebspatienten mit und ohne künstlichen Darmausgang.

Krebs-Kompass:

Der Krebs-Kompass bietet Krebspatienten und deren Angehörigen neutrale und sachkundige Unterstützung bei der Informationssuche zum Thema Krebs im Internet. Neben der Vorstellung einzelner Krebsarten, gibt es wichtige Adressen von Beratungsstellen und Organisationen. Auch allgemeine Aspekte zum Thema Krebs, etwa "Finanzielle Hilfen", werden berücksichtigt.

Stoma-Seite:

Die Stoma-Seite ist eine sehr persönlich gestaltete Seite, die Mut machen soll, mit der Krankheit Krebs umzugehen. Geboten werden Nachrichten aus der Medizin zum Thema vererbbarer Dickdarmkrebs (familiäre adenomatöse Polyposis coli und dem HNPCC-Lynch Syndrom) sowie Erfahrungs- und Schicksalsberichte, Fotos und Veranstaltungshinweise. Auch einen Chat gibt es auf der Stoma-Seite.

 

Organisationen und Verbände

carcinos:

carcinos ist eine informative und für Laien verständlich gestaltete Seite der Felix Burda Stiftung zum Thema Darmkrebs. Ernährungsempfehlungen lassen sich darin ebenso finden wie Tipps für den Umgang mit der Krankheit in der Familie. Neue Therapien und Studien werden vorgestellt, auch alternative Heilmethoden sind erwähnt. Früherkennung und Risikofaktoren gehören zu den weiteren Schwerpunkten des fachkundigen Auftritts.

Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg:

Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg ist mit einem umfangreichen und informativen Angebot im Internet präsent. Neben der Vorstellung der einzelnen Abteilungen und Forschungsschwerpunkte, dem Krebsinformationsdienst (KID) sowie dem Patienteninformationsdienst (DKFZ), finden Sie hier auch den deutschen Krebsatlas. Darin lässt sich eindrucksvoll die geographische Verteilung der verschiedenen Krebsarten erkennen. Zugleich bieten die Heidelberger aktuelle Forschungsberichte und mehrere Linksammlungen zum Thema Krebs an. 

Krebsinformationsdienst (KID), Heidelberg:

Hier bekommen Patienten, Angehörige und interessierte Laien fachkundig Auskunft über verschiedene Krebserkrankungen. Die Rufnummer lautet: 062121 - 410121. Außerdem bietet die Site nützliche Linksammlungen mit Verweisen zu wichtigen Organisationen und Einrichtungen an. Darunter befinden sich etwa die deutschen Tumorzentren, psychosoziale Beratungsstellen sowie die Dachverbände der wichtigsten Selbsthilfegruppen.

Deutsche Kinderkrebsstiftung:

Die Kinderkrebsstiftung informiert Eltern, Kinder und Jugendliche über Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

onkokids-online:

Ein Internetangebot speziell für krebskranke Kinder, deren Eltern und Umwelt: Unter anderem sollen Kontaktmöglichkeiten gefördert werden, die durch die Krankheit deutlich eingeschränkt sind.

Deutsche Krebshilfe e.V.:

Unter dem Motto "Helfen - Forschen - Informieren" ist die Deutsche Krebshilfe e.V. im Netz mit einem empfehlenswerten Angebot vertreten. Neben einer allgemeinen Beratung bei Krebserkrankungen bietet sie auch nützliche Informationen zu Härtefonds an. Zusätzlich können Sie Ratgeber-Broschüren ("blaue Reihe", z.B.: Brustkrebs, Bronchialkrebs, Darm- und Prostatakrebs, Hodgkin, Sozialleistungen) sowie Videos Online betrachten und bestellen. Eine umfangreiche Linksammlung rundet das Angebot ab.